Dienstag, 18. Oktober 2011

Im Mittelpunkt des Vortrags der Journalistin Dr. Anneliese Rohrer, Autorin von „Ende des Gehorsams“ und Gründerin des Mutbürger-Stammtischs, stand die Überlegung, wie das politische System langsam aber mit großem Druck verändert werden kann.

Dabei sparte sie nicht an Kritik an der Bevölkerung: „Jeder hat von dem System, von dem jetzt alle sagen, dass sie es nicht wollen, auf die eine oder andere Weise profitiert.“ Und nun warte jeder bis jemand anderer kommt und das Problem löst. In diesem Zusammenhang kritisierte sie auch, dass die ÖsterreicherInnen viel mehr Energie darauf verschwenden nachzudenken und zu erklären, was alles nicht geht, anstatt sich selbst zu fragen, welche Fähigkeiten sie besitzen, und wie sie selbst zur Systemveränderung beitragen können.

So appellierte Rohrer im Zigarrenklub der Publico für ein Ende dieser Schizophrenie. Schizophrenie in dem Sinn, dass der Gedanke nichts tun zu können auf der einen Seite, und die Verachtung für die Politiker auf der anderen Seite steht. Wer unzufrieden ist, solle zum Beispiel seine Gedanken formulieren und per E-Mail an die zuständigen PolitikerInnen schicken. Ab einer gewissen Anzahl von E-Mails könne die Politik diese nicht mehr ignorieren. „Politiker kennen nur eines und das sind Zahlen.“

Wer sich engagieren will: Weitere Informationen zum Mutbürger-Stammtisch finden Sie unter
http://diepresse.com/home/blogs/rohrer/index.do


Unter den Gästen: Dr. Sonja Gimplinger (SCN Management GmbH), Dr. Stefan Ottrubay (Esterházy), Mag. Ulrike Rauch-Keschmann (Österreich Werbung), Dr. Andreas Theiss (Wolf Theiss Rechtsanwälte), Mag. Livia Dandrea-Böhm (A1 Telekom Austria AG), Bernd Böhm (VBAG), Dr. Fritz Otti (EMConsulting), Ing. Karl Freynschlag (Austrian Power Grid AG), Manuela Lindlbauer (Lindlpower Personalmanagement), ÖVP-Kultursprecher Franz Ferdinand Wolf und NR Abg. Walter Kogler